Moor Grundstück als Schenkung

 
Über Moore:

Blüten im Moor

Moore sind mehr als nur ein ein wichtiger Lebensraum. In den Allgäuer Mooren kommen zum Beispiel mehr als 100 stark gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten vor. Aber auch zum Klimaschutz tragen Moore bei, denn pro Hektar kann ein Moor ca. 700 t Kohlenstoff speichern. Das ist sechs Mal so viel wie ein Wald speichert. Ebenso halten Moore große Mengen Regenwasser zurück und sind daher wichtig für den Hochwasserschutz. Bis zu 95 % des Torfvolumens können aus Wasser bestehen.

TorfabbauDennoch werden Moore im großen Stil wegen Torf entwässert und abgebaut, und das obwohl pro Jahr nur rund 1 mm Torfschicht wächst. Es dauert ungefähr 1000 Jahre, damit 1 m Torfkörper entsteht. Beim Abbau werden dagegen in wenigen Jahren mehrere Meter dicke Torfschichten abgebaut und riesige Mengen an Kohlendioxid freigesetzt. Allein in Deutschland werden für Balkone und Gärten jährlich rund 12 Mio. Kubikmeter Torf verbraucht, das entspricht einer Schicht von einem Meter auf etwa 2000 Fußballfeldern!

Nachhaltig und gut für das Klima ist das nicht, aber die Nachfrage bestimmt den Markt.
Gärtnereien können nur ein erweitertes und anschließend preiswerteres Sortiment an Erden bieten, wenn diese auch nachgefragt werden. Wer hier im ersten Moment nur auf den Preis schaut, sollte wissen: Umweltschäden zahlen wir alle – früher oder später. Torf kann zwar die Durchlüftung des Bodens verbessern, die Bodenqualität und das Bodenleben selbst werden langfristig aber verschlechtert, da Torf nährstoffarm ist und Bodenversauerung fördert. Es gibt sogar einen entscheidenden Nachteil, denn Torf kann kein Wasser mehr speichern, sobald er einmal ganz ausgetrocknet ist.

warum torffreie ErdeDie im Handel erhältlichen torffreien Erden beinhalten eine Mischung aus Rindenhumus, Holz-, Kokos-, Chinaschilf- oder Hanffasern. Weitere Zusätze wie Sand, Lavagranulat oder Tonminerale ergänzen die Pflanzenversorgung. In unseren Gärten ist Torf also kein Muss, wie viele noch glauben. Übrigens wird in unserem Schaugelände Paradiesgarten Maag keine Torferde verwendet.

Jeder von uns kann also etwas zum Moor- und Klimaschutz beitragen, indem er Gartenerden ohne Torf kauft.

Es ist wichtiger denn je unsere Allgäuer Moore dauerhaft zu schützen.
Noch ist es nicht zu spät. Im Allgäu findet sich eine der wertvollsten Moorlandschaften Mitteleuropas. Nirgendwo im gesamten Alpenraum ist der Übergang zwischen den Mooren und dem Alpenvorland so gut erhalten wie hier. Erschreckend ist dabei, dass in über 90 % der Allgäuer Moore der Wasserhaushalt zumindest teilweise geschädigt ist.

Paradiesgarten Maag, Michael Maag Moor Grundstück gespendetDeshalb spendeten Michael Maag und Barbara (Maag) Nitsch zum Erhalt eines Allgäuer Moores im Herbst 2015 ein 3232m² großes Moor Grundstück an den BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Durch eine glückliche Gegebenheit wurde die zukünftige Bewahrung des Moores erleichtert. Denn wenige Monate zuvor wurden von uns alte Karten entdeckt, die als Beleg dienen, dass das Grundstück zum Zeitpunkt der Kartenerstellung nicht nur „Filz“ genannt wurde, sondern auch eindeutig als Moor verzeichnet war.

Gärtnern ohne Torf.
Im KUBI wird wegen der Wasserführung, Nährstoffversorgung und dem Bodenleben auf Torferde verzichtet. Am besten eignet sich eine leicht faserige Erde. Zusätzlich ist das benötigte Erdvolumen vergleichsweise gering: Zwischen 120 l – 230 l Erde anstatt 1.000 l – 2.000 für ein Hochbeet mit selber Anbaufläche. >>Ökologische Gesichtspunkte des KUBI

Paradiesgarten Maag, KUBI Shop

 

Mehr Infos über Moore gibt es bei der Mooralianz:  >>Mooralianz

BUND Naturschutz Bayern: >>BUND Naturschutz

 

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